Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie

Willkommen auf der Internetseite unserer Klinik! Wir bedanken uns für Ihr Interesse und informieren Sie kurz und prägnant über unser medizinisches und technisches Spektrum. Besonders hinweisen möchte ich Sie auf die Möglichkeiten der minimal invasiven Chirurgie. Eingriffe an Gallenblase und Darm können auch mit nur einer kleinen Bauchöffnung durchgeführt werden, die eine kaum sichtbare Narbe hinterlässt
(s. dazu auch single incision laparoscopic surgery – SILS).

Mein Team und ich werden Ihnen in den Sprechstunden und über die Servicetelefonnummern als Einweiser sowie betroffene Patienten gern helfen, sich zurechtzufinden und die optimale Behandlung zu erhalten.

Dr. med. Matthias Berger
Chefarzt

SILS - single incision laparoscopic surgery

Die minimal invasive Operation des Bauchraumes mit nur einem Zugang (single port Technik) bietet die Möglichkeit, die Gallenblase oder den Blinddarm (Wurmfortsatz) sowie auch Darmanteile durch eine kleine Öffnung der Bauchdecke zu entfernen. Mit weniger Schmerzen und gutem kosmetischen Bild – also nur einer kaum sichtbaren Narbe am Nabel
ist diese neue Technik sicher durchführbar. Dabei wird die bekannte Technologie der Laparoskopie mit Kamera und stabförmigen Instrumenten genutzt. Hochmoderne Bildverarbeitung sorgt für mehr Sicherheit beim Kamerablick in die Bauchhöhle.

Leistungsspektrum

Die Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie verfügt über 34 Betten auf einer Station.  Wir verfügen über eine Expertise für minimalinvasive und offene Chirurgie aller gängigen Operationsverfahren, insbesondere der Magen-Darm-Chirurgie und Hernienchirurgie. Es besteht ein Schwerpunkt  und Weiterbildungsbefugnis für Proktologie (einschließlich Ermächtigungssprechsstunde) sowie Chirurgische Endoskopie (Gastroskopie, Koloskopie).

Endokrine Chirurgie

  • Operationen an der Schilddrüse bei gut – und bösartigen Erkrankungen (Struma, Schilddrüsenkarzinom) mit teilweiser oder kompletter Entfernung der Schilddrüse unter Verwendung des Nervenmonitoring zum Schutz der Stimmbandnerven
  • Operationen an den Nebenschilddrüsen bei Überfunktion derselben
  • Entfernung von Nebennieren bei gutartigen Erkrankungen hormonbildender (Hyperaldosteronismus, Conn –Syndrom) und hormoninaktiver Tumore sowie  auch bösartiger  Tumore (Metastasen anderer Tumore, primäre Karzinome) durch Schlüssellochtechnik minimal invasiv (Laparoskopie und Retroperitoneoskopie)

Oberer Verdauungstrakt (Gastrointestinaltrakt)

  • Operationen am Magen mit teilweiser (bei gutartigen Tumoren, Verengung) oder kompletter Entfernung desselben, zum Teil auch durch Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) mit allen gängigen Formen der Wiederherstellung der Speisepassage
  • Notfalloperationen am Magen  und Darm bei Durchbruch (auch laparoskopisch) oder bei Blutung
  • Laparoskopische Operation zur Korrektur des Mageneinganges bei Rückfluss von Magensäure (Antirefluxchirurgie) durch Fundoplikatur
  • Laparoskopische Weitung des Mageneinganges bei narbiger Verengung (Achalsie)
  • Operationen am gesamten Dünndarm einschließlich Zwölffingerdarm mit Teilentfernungen und Rekonstruktion der Speisepassage

Leber- und Gallenwegschirurgie

  • Entfernung der Gallenblase laparoskopisch bei Steinleiden oder Polypen sowie  akuter Entzündung  (offene Operation  in besonderen Fällen)
  • Teilentfernungen der Leber bei Metastasen oder gutartigen Erkrankungen wie FNH oder Adenom; Zysten, Hämangiom, zum Teil laparoskopisch
  • Anatomische Segment- und Sektorenentfernung bei Tumoren
  • Teilentfernung der Gallenwege bei Tumoren oder Verengungen

Unterer Verdauungstrakt

  • Alle Operationen an Dickdarm und Mastdarm, vorrangig minimal invasiv (laparoskopisch), dazu zählen alle Standardeingriffe bei Tumoren nach onkologischen Kriterien sowie bei
  • Divertikulitis im akuten schweren Entzündungsstadium bei freiem Durchbruch (Perforation) und im Stadium der abgeklungenen wiederholten Entzündung
  • Teilentfernungen am Dickdarm bei Verengungen oder Fisteln (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa)
  • Transanale (durch den After führende) minimal invasive Mastdarmoperationen (TEM)
  • Falls nötig Anlegen eines künstlichen Darmausganges (mit primärem Schutz gegen Bauchdeckenbruch)
  • Notfallchirurgie bei Entzündungen (Appendizitis=“Blinddarmentzündung“), Blutungen, Verengungen, Darmverschluß

Schwerpunkt & Sprechstunde Koloproktologie

  • Konservative und operative Behandlung aller Erkrankungen des Enddarmes wie: Abszeß, Analvenenthrombose, Hämorrhoiden, Vorfall, Fissur, Fistel, Inkontinenz, Pilonidalsinus, Akne inversa, Entleerungsstörungen des Darmes mit chronischer Verstopfung, Tumoren, Kondylome
  • sakrale Neuromodulation bei Stuhlinkontinenz, laparoskopische Beckenbodenchirurgie

Hernienchirugrie

  • Leisten- und Nabelbruchoperationen ambulant offen (Technik nach Shouldice oder Lichtenstein mit Kunststoffnetz oder minimal invasiv (teilweise 1 Nacht stationär)
  • Bauchwandbrüche und Narbenbrüche des Bauches sowie an Stomata (künstlicher Darmausgang) unter Verwendung von modernen Kunststoffnetzen
  • Zwerchfellbrüche mit Wanderung des Magens in den Brustraum oder /und Reflux von Magensäure (innere Hernien) werden zumeist minimal invasiv operiert
  • Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie über Deutsche Herniengesellschaft (DHG) mit spezieller Sprechstunde

Haut- und Weichteilchirurgie

  • kleine urologische Eingriffe (z.B. Operationen an der Vorhaut), Eingriffe an der Hautoberfläche, Entfernungen von Abszessen oder kleinen Tumoren sowie Operationen am Nagelorgan (z.B. eingewachsener Zehennagel) können ebenfalls ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden.
  • Entfernung von oberflächlichen Lymphknoten zu diagnostischen Zwecken oder Ausräumung ganzer Lymphknotenstationen (Achselhöhle, Leiste) stationär
  • Operationen bei Dekubitus (Druckgeschwüre) mit lappenplastischer Deckung
  • Operationen bei Furunkulose mit Hautplastiken
  • Entfernung von Weichteiltumoren der Unterhaut (Lipome) oder der Muskulatur

Notfallchirurgie der Bauchorgane bei Verletzungen (Traumachirurgie) in Zusammenarbeit mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Koloproktologie

Was bedeutet Koloproktologie ?

  • Kolon=Grimmdarm, Proktos=After
  • Lehre von den Erkrankungen des Dick- und Enddarmes

Koloproktologie Chemnitzer Land

  • Zentrum für Enddarmerkrankungen mit Ermächtigungssprechstunde
  • Mittwochs 12-15 Uhr mit Überweisungsschein (s. Sprechstunden)
  • volle Weiterbildungsermächtigung
  • Chirurgische Endoskopie, Koloskopie bei speziellen Fragestellungen auch ambulant (keine Vorsorge)

Krankheitsbilder

Abszesse

Vereiterung im Afterbereich, immer operative Eröffnung erforderlich

Fisteln

Gangsysteme mit falscher Darmöffnung, komplexe individuelle Behandlungsplanung erforderlich

Fissuren

schmerzhafte Einrisse des Afterkanals, stufenweise Behandlung zunächst mit Salben, evtl. Botox, evtl. Operation

Hämorrhoiden

abnorme Schwellung der Blutgefäßschwämmchen am Darmausgang, stadienbezogene Behandlung durch Injektion (Grad1), Gummiband (Grad2), Operation (Grad 3 und 4)

Analvenenthrombose

leicht ambulant zu behandelnder Bluterguß der Unterhaut am After

Akne inversa

am After und in den Leisten vernarbende Furunkel mit wiederholter Eiterung, komplette größere Ausschneidung meist nötig mit optisch meist guter sekundärer Heilung

Analprolaps

Vorfall des Afters, Beurteilung durch den Proktologen nötig, da häufig Überschneidung mit Hämorrhoiden vorliegt und eine individuelle Therapie geplant werden muß, Operation durch Stapler (Longo-Methode), durch Raffung (RAR) oder plastische Operation (Fansler –Arnold)

Rektumprolaps

Vorfall des gesamten Mastdarmes, häufig in Verbindung mit dem After, erweiterte Diagnostik durch den Proktologen und via Röntgen/MRT nötig, individuelles Konzept, moderne laparoskopische Verfahren (s. Bild) möglich

Inkontinenz

Stuhlhalteschwäche, viele Ursachen möglich, individuelle Behandlungsplanung, an deren Anfang immer die Stuhlregulation (Eindickung)  steht, bis hin zur Implantation eines Nervenschrittmachers (s. Bild)

Pilonidalsinus

Unterhautentzündung der oberen Afterfalte vorrangig bei Männern,  Ausschneiden im chronischen Stadium mit Hautplastik oder ambulant Einschneiden im akuten Stadium des Abszesses

Entleerungsstörung

sogenannte „outlet obstruction“, meist langjährig bestehende komplexe Störung des stuhlgangsmechanismus mit langem Pressen, Gefühl der unvollständigen Entleerung, analem Druckgefühl durch vielerlei Ursachen, u.a.Rektozele und / oder innere Mastdarmeinstülpung (Intussuszeption), meist Beckenbodenrekonstruktion operativ nötig

Analschmerzen

buntes Bild verschiedener Ursachen, die sich wie in einem Trichter im Darmausgang sammeln, dazu können fassbare anatomische Veränderungen oder auch Erkrankungen des Nervensystems führen, hier ist seitens des Patienten und Arztes besonders viel Geduld erforderlich

Analtumore

Feigwarzen, Polypen im Afterbereich, die durch Salben oder kleinere Operation meist ambulant behandelt werden können

Rektumtumore

Mastdarmgeschwülste oder Polypen bis 16 cm vom Hautübergang des Afters nach innen, bei Bösartigkeit sog. „multimodales Konzept“ über Tumorboard, bei Gutartigkeit meist via Afteröffnung minimal invasiv zu entfernen (TEM)

Analekzem

Hauterkrankung des Afters, spezielle Ursachensuche, dann meist Salbenbehandlung ausreichend, Geduld erforderlich

Analmykose

sehr selten, häufig zu oft vermutet und behandelt, meist bei Immunsupression, Salbentherapie

Ansprechpartner

Dr. med. Matthias Berger

Chefarzt

FA für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spez. Viszeralchirurgie, Proktologie

Andriy Nossula

Leitender Oberarzt

FA für Chirurgie

Kai-Uwe Gilg

Oberarzt

FA für Chirurgie

Dr. med. Karsten Hempel

Oberarzt

FA für Chirurgie, Viszeralchirurgie, spez. Viszeralchirurgie

Dr. med. Judith I. Eckenstein

Oberärztin

FÄ für Allgemeinchirurgie, FÄ für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Proktologie

Agne Banyte

Assistenzärztin

FA für Chirurgie

Frau Marlies Mehnert

Chefarzt-Sekretariat

Schwester Juliane Schwab

Case Management

Schwester Anke Juhrs

Case Management

Weiterbildungsbefugnisse

In der Klinik für Allgemein-, Viszeralchirurgie und Proktologie liegen folgende Weiterbildungsermächtigungen vor:

  • Basisweiterbildung (Common Trunk) Chirurgie
    im Verbund der drei chirurgischen Kliniken und der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
    24 Monate (komplett)
  • Facharztkompetenz Viszeralchirurgie
    36 Monate
  • Facharztkompetenz Allgemeinchirurgie
    24 Monate
  • Zusatz-Weiterbildung Proktologie
    12 Monate

Qualitätssicherung

Darmkrebs: Kolorektale Karzinome: Über StuDoq Datenbank der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie werden alle Behandlungsdaten, Ergebnisse und Komplikationen erfasst.

Krebsregister: Alle Malignome (alle bösartigen Krebserkrankungen) werden an das klinische Krebsregister des Landes Sachsen gemeldet.

Tumorboard: Das Onkologische Zentrum Chemnitz (OCC) erfasst alle Tumore regional im Regierungsbezirk und koordiniert deren Behandlung, dazu finden wöchentlich Fallbesprechungen der an der Behandlung beteiligten Fachdisziplinen zu jedem Krebsfall statt.

Hernienregister: Jeder Bauchwandbruch wird an das Register der Deutschen Herniengesellschaft gemeldet sowie alle Behandlungsdaten.

Gallenblase: Alle Operationen der Gallenblase werden bundesweit erfasst und die Daten an das IQTIG (Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen) gemeldet, eine Initiative des GBA (Gemeinsamen Bundesausschusses) ab 01.01.2019.

Studien

  • hausinterne prospektiv randomisierte Studie zur Wirksamkeit der Osteopathie auf die Darmaktivität nach Operationen (laufende Registrierung)
  • SMART: europaweite Multicenterstudie zu Bauchdeckenverstärkung durch Kunststoffnetze bei der Anlage eines künstlichen Darmausganges (Registrierung abgeschlossen)